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Der Weg des Bogens

Kyudo Landeslehrgang 2015 in Germaringen (Foto: Michael Jasten)
Kyudo Landeslehrgang 2015 in Germaringen (Foto: Michael Jasten)
Kyudo Landeslehrgang 2015 in Germaringen (Foto: Michael Jasten)
Kyudo Landeslehrgang 2015 in Germaringen (Foto: Michael Jasten)
Kyudo Landeslehrgang 2015 in Germaringen (Foto: Michael Jasten)
Kyudo Landeslehrgang 2015 in Germaringen (Foto: Michael Jasten)
Kyudo Landeslehrgang 2015 in Germaringen (Foto: Michael Jasten)

Kyudo, der »Weg des Bogens«, wird mit dem japanischen asymmetrischen Langbogen geübt. – Vor Jahrhunderten noch Waffe bei Kampf und Jagd, ist er heute ein Gerät für eine reizvolle Sportart. Die Übung schärft die Körperwahrnehmung und schult dabei gleichermaßen Konzentrationskraft und Gelassenheit. Die klare, vorgegebene Form wirkt sich positiv auf Körperhaltung und Bewegungskoordination aus. Dabei kommt es nicht auf Muskelkraft an, sondern vielmehr auf das Zusammenspiel und die Einheit des Ganzen. So verbindet Kyudo auf einfache Weise geistiges Training mit sport­licher Betätigung fur Frauen und Männer jeden Alters.


Geschichtliches und Erfolge
Durch ein Buch des Religionsphilosophen Eugen Herrigel auf Kyudo auf­merk­sam geworden, begann Kurt Böhm († 3.3.2017) in den 80er Jahren im Kyudo-Dojo Weil­heim seine Kyudo­ausbildung. Nach vier Jahren inten­siven Übens und Absol­vierens von Prüfungen brachte er 1988 mit einem Kurs an der Volks­hoch­schule Kauf­beuren das Kyudo auch nach Germa­ringen. Alle zehn Teil­nehmer dieses ersten Kurses waren begeis­tert und fest ent­schlos­sen, diesen »Weg des Bogens« auch weiter­hin regel­mäßig zu beschrei­ten. Sie suchten nach einem Verein, dem sie sich als Abtei­lung anschließen konnten. Im SVO Germaringen, seiner­zeit mit Herrn Nocker und Herrn Biechele im Vor­stand, fanden sie schließ­lich einen der auf­geschlos­sensten Vereine der Umgebung.

Von dieser Anfänger­gruppe sind durch Umzug oder beruf­liche Ver­ände­rungen bedingt, nur noch Wenige übrig. Durch stetige Neu­zu­gänge konnte die kleine Gruppe ihre Stärke aber bis heute bei­be­halten. Sie konnte auch regel­mäßig jedes Jahr eine Mann­schaft für die Baye­rischen Meister­schaften auf­stellen. Sogar für die Teil­nahme an den Deut­schen Meister­schaf­ten konnten sich bereits zwei Kyudoka, Kurt Böhm und Michael Perschke, quali­fizieren. Es wurden bislang 3 mal ein 3. Platz in der Baye­rischen Mann­schafts­wertung, 1 mal ein 1. Platz in der Einzel­wertung und 2 mal ein Vize­meister bei den Baye­rischen Enteki­meister­schaften erreicht. Die größten Erfolge dieser SVO-Abteilung errang aber Kurt Böhm, der 1988 Süd­deut­scher Einzel­meister wurde und 1989 den Titel »Deut­scher Vizemeister« mit nach Hause bringen konnte.

Im Jahr 2005 hat Michael Perschke die Funktion des Übungs­leiters von Kurt Böhm über­nommen. Nach 16 Übungs­leiter­jahren hatte Kurt Böhm den Wunsch geäußert, dieses Amt weiter­zu­geben, aber weiter­hin mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Wie bei allen Budo-Sport­arten sind neben den Wett­kampf­akti­vi­täten auch Prüfun­gen ein fester Bestand­teil des Kyudo. Die ersten Anfänger­prüfun­gen können noch inner­halb der Landes­grenzen in Bayern absol­viert werden. Hat man aber den 1. Kyu Grad erreicht, muss man sich für die nächste Prüfung, zum 1. Dan (Schwarz­gurt), bereits zu einem inter­natio­nalen Seminar anmelden. Hier begeg­nen sich Kyudoka aus ganz Europa und zeigen gemein­sam ihr Können vor hoch­graduierten japani­schen Lehrern. Unsere Abtei­lung kann sich auch hier immer gut sehen lassen.