Bereits Anfang 1920 wird auf den abgemähten Wiesen am Dorfrand von Obergermaringen Fußball gespielt. Dabei kommt der fußballspielenden Jugend im Dorf erstmals die Idee zur Gründung eines eigenen Sportvereins. Im Jahre 1923 wird unter der Regie von Anton Fuchs schon ein richtiges Freundschaftsspiel gegen die Mannschaft des Nachbarortes Rieden beim unteren Dopfer (Klas) in Obergermaringen ausgetragen.
Im Jahre 1930 kommt es schließlich zur Gründung der Spielvereinigung Obergermaringen (kurz SVO) und zum Beitritt in den Deutschen Fußballverband. Zum Vorstand wird Anton Fuchs, zum Geschäftsführer Roman Biechele gewählt. Der Verein zählt 32 Mitglieder. Als Sportplatz wird dem SVO von der Gemeinde ein geeigneter Platz hinter der Gastwirtschaft Bader (Wendelwirt) zur Verfügung gestellt.
1930 erringt der Verein auch den Pokalsieg in Hohenfurch. Die meisten Spieler und Zuschauer fahren noch mit dem Fahrrad zum Spiel in den Pfaffenwinkel. Nach diesem Erfolg drängen die Jugendlichen geradezu in den Verein, sodass eine 2. Mannschaft den Spielbetrieb aufnehmen kann.
1935 steigt die 1. Mannschaft in die Kreisliga I auf und spielt gegen Vereine wie Krumbach, Thannhausen, Landsberg, Mindelheim und Türkheim.
1939 Mit Kriegsbeginn wird der Spielbetrieb eingestellt, aber noch bis 1940 macht eine Jugendmannschaft von sich reden, die 2. Allgäuer Meister wird. Leider sind aus dieser Mannschaft 10 von 11 Spielern nicht mehr aus dem Krieg heimgekehrt.
1946 Unter der Regie von Bruno Biechele wird der Spielbetrieb wieder aufgenommen. Zum 1. Vorstand wird Michael Wachter gewählt. Durch Zuzug einiger guter Fußballer wie Kurt Schäling, Heinz Wahmhoff, Fred Pöhlmann, Theo Plötze, Franz Valier, Rudi Hübner und Norbert Kuschnierz kann zusammen mit einheimischen Spielern bald eine schlagkräftige Mannschaft gebildet werden, man steigt in die 2. Bezirksliga auf und wird 1949 wieder Meister.
1957 Wiederaufstieg in die A-Klasse, dort spielt der Verein bis 1971 mit wechselndem Erfolg. In den folgenden Jahren erzielen vor allem die Jugendmannschaften unter der Leitung von Roman Biechele große Erfolge. Zweimal hintereinander wird die A-Jugend schwäbischer Vizemeister. Die Schülermannschaft wird viermal Allgäuer Meister.
Von 1956 bis 1976 werden viermal die Spielfelder gewechselt, bis 1976 die herrliche Sportanlage beim Germaringer Hof entsteht. 1957 bis 1958 werden fast ausschließlich in Eigenleistung auf dem Areal des heutigen Schul- bzw. Kindergartengeländes respektable Umkleideräume erstellt, die dann im Rahmen des Neubaues der Grund- und Hauptschule einige Jahre später wieder abgerissen werden müssen.
Als dann die Spielplätze 1974/75 weiter nach Süden verlegt werden, baut der SVO wieder fast in Eigenleistung ein Vereinsheim, das heute als Tennisheim genutzt wird. Viele Mitglieder des SVO haben sich dabei sehr verdient gemacht.
1976 werden schließlich die Spielfelder noch einmal weiter südlich verlegt, bis endlich im neuen Stadion gespielt werden kann. Sowohl die Einrichtung der Umkleideräume im Germaringer Hof als auch die Tribüne im Stadion, für die spezielle Steine von der Ziegelei Biechele gespendet werden, können im gleichen Jahr in vorbildlicher Gemeinschaftsleistung erstellt werden.
1971 wird die 1. Mannschaft des SVO Germaringen Meister der A-Klasse und steigt in die Bezirksliga Schwaben auf. Bereits im nächsten Jahr (1972) folgt der Aufstieg in die Landesliga.
Im Jahr 1976 vergrößert sich der Verein durch die Gründung der Tennis-Abteilung. Im Zuge des Schulneubaus und eines neuen Sportareals entstand eine neue Tennisanlage. 53 Mitglieder stürmten gleich nach Fertigstellung auf die roten Sandplätze.
1976 wird die 1. Fußballmannschaft Schwäbischer Vizemeister und qualifiziert sich durch einen 3:2 Sieg über SV Brunnthal (Oberbayern) zur 1. DFB-Pokal-Hauptrunde, wo der SVO gegen den VfR Laboe (Schleswig Holstein) spielt und mit 9:0 gewinnt. In der zweiten DFB-Pokal-Hauptrunde trifft er jedoch auf den Bundesligisten Arminia Bielefeld und verliert dort mit 6:0.
1977 verliert der SVO im Endspiel um die schwäbische Pokalmeisterschaft Germaringen im Elfmeterschießen gegen den SV Glött mit 4:6. Auch in der ersten DFB-Pokalhauptrunde verliert die Mannschaft gegen VfR Bürstadt
(2. Liga) mit 4:1.
1978 Gründung der Eisstockabteilung. Angefangen hatte alles schon früher, als man bei einem Fußballspiel in Kirchanschöring sah, wie man auf Asphalt mit den Eisstöcken trainierte.
1982 wird der SVO Germaringen durch ein 2:1 gegen TSV Nördlingen Schwäbischer Pokalmeister. Danach gelingt der Einzug in die 1. DFB-Pokal-Hauptrunde durch einen 4:1 Erfolg über den unterfränkischen Meister SV Bütthard. In der 1. Runde des DFB-Pokals scheidet die Mannschaft gegen Spvgg Hamm (Oberliga West) mit 1:2 aus.
1982 beginnt Harry Freiholz in der kleinen Germaringer Schulturnhalle mit dem Training und gründet die Taekwondo Schule Germaringen. 1990 wird Taekwondo als Abteilung eingegliedert.
1983 Gründung der Abteilung Kinderturnen. Schon nach kurzer Zeit war die Nachfrage sehr groß geworden.
1988 wird die 1. Mannschaft des SVO Germaringen Schwäbischer Hallen-Vizemeister mit einem 3:4 gegen Schwaben Augsburg. 1992 Gewinn der Schwäbischen Hallenmeisterschaft und Bayer. Vizemeister. Das Endspiel um die Bayerische Meisterschaft gegen Quelle Fürth geht mit 3:4 verloren. Nach vierjähriger Angehörigkeit in der Beziksliga Süd, steigt man in der Saison 1998/99 wieder in die Beziksoberliga auf. Das Entscheidungsspiel gewinnt man in Thannhausen gegen den SSV Glött mit 2:0.
1988 wird die Abteilung Kyudo gegründet. Kyudo ist traditionelles, japanischs Bogenschießen und im SVO bislang die kleinste Abteilung.
Im September 2001 kommt nach der Fertigstellung des Ketterschwanger Hofes mit der Korbball- und Turnsportgruppe Ketterschwang eine weitere neue Abteilung hinzu. Viele Ketterschwanger Bürger werden dadurch Mitglied im SVO.
2008 wird Linedance als eigenständige Gruppe in die Abteilung Kinderturnen aufgenommen. Hier ist auch die die SVO Garde eingegliedert.
2009 wird Karate als eine neue Abteilung in den SVO Germaringen integriert. Hier sind Germaringer Sportler, aber auch viele Bürger aus den Umlandgemeinden Mitglied.
Im November 2010 findet die 80-Jahr-Feier mit einem Festabend für das Ehrenamt statt. BFV Ehrenamtsbeauftragter Weihele überreicht aus diesem Anlass dem SVO die "Silberne Raute".
Mit dem Mitgliederstand von 1251 Mitgliedern des Gesamtvereins im Dezember 2010 ist die bisher höchste Mitgliederzahl in der Vereinsgeschichte erreicht.
Seit der Saison 2003 ist die 1. Mannschaft ein fester Bestandteil der Bezirksliga Süd, der zweithöchsten Schwäbischen Klasse.
Spitzenmannschaften aus Europa und Südamerika waren beim SVO Germaringen zu Gast: